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Vom Wesen der Zitronenmelisse

 

Die intensiv grüne Zitronenmelisse trägt Luftigkeit und zugleich Standfestigkeit in sich. Die breit eiförmigen Blätter sind bei Berührung robuster als es bei bloßem Anblick erscheinen mag. Die Blattnerven sind sehr markant. Melisse wirkt mit ihrem Blattaufbau und ihrem vierkantigen Stängel sehr strukturiert und geordnet. Umgelegt auf unser Dasein sind Strukturen elementar, geben sie uns doch Hilfestellung. Anhand von Strukturen können wir uns im Leben orientieren. Orientierung vermittelt uns wiederum ein Gefühl von Sicherheit. Dieses Sicherheits-Empfinden ist insbesondere bei abzuschließenden oder neu zu beginnenden Lebensphasen Balsam für unsere Seelen.  

 

 

Bereits beim Berühren des Blattes verströmt die Zitronenmelisse einen zitronig-frischen Duft, der uns erhellende und zugleich beruhigende, vielleicht auch friedvolle Gedanken bereitet. Manch einer denkt bei dem Duft an Urlaub, ein anderer vermutlich an entspannte lebensbejahende Momente. 

 

Eine sehr alte Zubereitung, wo sich die Zitronenmelisse darin wieder findet, ist der Karmelitengeist. Im deutschsprachigen Raum kennen wir diese daraus folgende neuzeitliche Mischung als Klosterfrau Melissengeist. Im Französischen gibt es andere Anbieter und Bezeichnungen. Die Ursprünge dieser Rezeptur gehen bis in das Mittelalter zurück. Melisse gibt es aber auch in vielen anderen Zubereitungsvarianten: Als Tee, Frischpflanzenpresssaft, Naturpflanzenextrakt, ätherisches Öl oder homöopathisch als Urtinktur. 

 

Mehr wissenswerte Details erzähle ich über die verschiedenen Pflanzen bei meinen Dr. Neuburger Wissenskreisen und bei meinen Kursen und Workshops.